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Der elolose Adnan Rexhepi (Nummer 65 - C-Turnier) bleibt nach der heutigen Runde als Einziger ungeschlagen bei diesem Turnier und führt damit schon einen ganzen Punkt vor acht Verfolgern das Turnier an. Am Bücherstand von Günther Huber (Internet: www.schachversand.at ) kaufte sich ein Schachfreund aus dem C-Turnier richtigerweise das gute und bekannte Buch des ehemaligen Weltmeisters und FIDE-Präsidenten Max Euwe "Amateur wird Meister" - ein IM, dem es gerade nicht optimal läuft, sah das und sagte: ich schreibe wohl gerade das gegenteilige Buch "Profi wird Amateur"!

Im B-Turnier verlor Christian Fugger gegen die Nummer 2 Kiaras Pretterhofer, der nun das Feld ebenfalls alleine mit einem halben Punkt Vorsprung auf acht Verfolger mit vier Punkten anführt. Ein wenig unglücklich verlief das Zeitmanagement für einen weiteren Topgesetzten im B-Turnier, denn obwohl überall in der Ausschreibung zu lesen war und auch gestern bei Rundenbeginn extra noch einmal zweisprachig darauf hingewiesen wurde, dass die Samstag und Sonntag Runde jeweils um 15 Uhr beginnen, dachte er Rundenbeginn ist wie an den Vortagen 17 Uhr. Leider passieren solche Faupax beinahe jährlich immer wieder - ein kleiner Tipp der Krennwurzn: Erinnerungstermine eine Stunde vor Turnierpartien auf dem Handy sind noch nicht verboten - es droht keine Bestrafung durch die FIDE!

In der heute mal verkehrten Welt kommen wir erst jetzt zum A-Turnier und dort gibt die Jugend auf der Bühne den Ton an. Die jungen Österreicher FM Lukas Handler (Nummer 13) und IM Georg Fröwis (Nummer 10) setzen sich mit Schwarzsiegen punktegleich an die Tabellenspitze. Dahinter folgen - sie werden es schon erraten haben - acht Spieler mit einem halben Punkt Rückstand. Erwähnenswert ist auch die Leistung des jungen Oberösterreichers Hannes Windhager (Nummer 80) der mit den weißen Steinen gegen den Setzlistenersten GM Rainer Buhmann die Stellung lange ausgeglichen halten konnte und trotz eines kleinen Fehlers der zur Niederlage führte vom Großmeister nach der Partie für sein Spiel gelobt wurde. Mit diesem Sieg ist er nun wieder zurück im Geschäft, muss aber wohl das Turnier mit zwei vollen Punkten fortsetzen, um noch um den Turniersieg mitreden zu können.

Das Wochenende nutzten auch viele Kiebitze um mal kurz oder aber auch länger beim Turnier und beim Apres-Schach vorbeizuschauen. Aschach ist und bleibt der Ort in Österreich wo sich jährlich viele Schachspieler treffen.

Und die Krennwurzn? Ja - die scheint total außer Form zu sein und spielt durchwegs solide Züge, sieht keine Luftschlösser und keine Traumkombinationen mit Löcher wie ein schweizer Emmentaler und so kam es wie es kommen musste: wieder ein Remis. Dass das Ziel der Krennwurzn nicht gänzlich unmöglich zu erreichen ist, haben schon Schachfreunde bewiesen und auch heuer bietet sich diese Chance noch zwei im A-Turnier vor den letzten beiden Runden. Unmöglich ist das also nicht wirklich, aber die Krennwurzn strengt sich einfach zu wenig an!