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Heute endeten die ersten fünf Paarungen Remis im A-Turnier, aber es waren keine Kurzremisen sondern es wurde hart gekämpft. GM Rainer Buhmann hat sich zwar wieder auf Brett 1 für die Schlussrunde zurückgekämpft, aber die Mission Turniersieg schaut schwierig aus, denn auch bei einem Sieg gegen IM Georg Fröwis müssten noch eine Menge Ergebnisse passen, damit es doch noch klappt. Gewinnt Fröwis, dann ist er mindestens zweiter, denn die einfachste Aufgabe hat auf Brett 2 der Führende FM Lucas Handler: er muss mit den weißen Steinen "nur" gegen IM Petr Neumann gewinnen und es gäbe nach 2009 wieder einen österreichischen Turniersieger (Shengelia, Stanec 3x, Thallinger). Verlieren die beiden jungen Österreicher - was wir natürlich aus Patriotismus nicht wünschen - dann hätte das Trio GM Horvath, IM Diermair und IM Biti mit Siegen noch Chancen auf den Turniersieg - mehr spekulieren möchten wir aber nicht.

 

Im B-Turnier stehen führen fünf Spieler mit fünf Punkten das Feld an: Spitzenreiter ist Christian Fugger, der mit einem Weißsieg gegen die Nummer 1 Florian Mostbauer im Oberösterreicherduell den Turniersieg sichern könnte. Dieser wiederum hat leider keine Chance auf den Turniersieg, da er einen halben Punkt hinter den Führenden liegt.

 

Einfacher ist die Sachlage im C-Turnier: Adnan Rexhepi reicht gegen die Nummer 1 Karl Deleja-Hotko ein Remis zum Turniersieg - gewinnt dieser jedoch, dann hätte er die Chance das Turnier mit dem Schweizergambit (Erstrundenniederlage) zu gewinnen, wenn Wilhelm Kaltenbach seine Partie nicht gewinnt.

 

Generell schaut es für die Startlistenersten damit heuer nicht so rosig aus mit dem Turniersieg - GM Buhmann hat nur mehr theoretische Chancen, wie man minimalste Chance so nett umschreibt, Mostbauer ist aus dem Rennen nur Deleja-Hotko hat bei einem Sieg nur eine andere Partie auf die er dann sorgenvoll blicken muss.

 

Endlich hat die Krennwurzn fast wieder zur alten Form zurück gefunden, obwohl im Endeffekt stimmte heute nur der Nuller und die starke Leistung des Gegners, denn wenn man sich so umblickt im Turniergeschehen, so hat die Krennwurzn was kreatives Partien- und Punktewegwerfen in den letzten Jahren erhebliche und ernstzunehmende Konkurrenz bekommen! Mit großer Sorge wurde sie beispielsweise heute selbst im A-Turnier Augenzeuge mit welcher Leichtigkeit man einzügig einen Turm einstellen kann.

 

Nun bleibt uns nur mehr eine kurze Nacht und die Spannung ob und wer morgen den Rundenstart um 10 Uhr verschläft und vor allem die Hoffnung auf viele spannende Kämpfe um die Preisränge, aber auch für jeden Einzelnen noch das Ziel einen versöhnlichen Abschluss mit dem Turnier und dem Schachjahr 2012 zu machen. Und bedenken Sie liebe Schachfreunde wenn es nicht so gut läuft, es gilt wie an der Börse auch: die (Elo-)Punkte sind nicht verloren, es hat sie nur ein Anderer!