Ein wunderschöner – fast hätte ich Frühlingstag geschrieben – in Aschach. Aber auch bei Schönwetter sind Auswirkungen der Wirtschaftskrise zu spüren. Ein Schweizergambit kann man sich nicht mehr so locker leisten, dachte die Nummer 1 GM Sedlak Nikola und spielte daher die günstigere Variante – das Schweizergambit in Raten: Remis in Runde 2 nach langem harten Kampf gegen die Nummer 90 des Turniers. Ansonsten lief es eher für die Favoriten, was den Vorteil hatte, dass viele bald das Essen genießen konnten und die Zeit für einen Spaziergang an der schönen blauen Donau nutzen konnten. Die Damen-Vizeweltmeisterin Abdumalik machte ebenfalls mit ihrem Gegner kurzen Prozess.

Eine lustige Episode fand auch statt – eine andere junge, hübsche Dame reklamierte beim Schiedsrichter, dass sich der Gegner möglicherweise Notizen auf der Rückseite des Partieformulars machen würde. Allerdings stellte sich heraus, dass dies keine schachlichen, sondern private hieroglyphische Aufzeichnungen sind. Wie die Krennwurzn bei der NSA (Nationale Schnüffel Agentur) inoffiziell in Erfahrung bringen konnte, wollte der Schachfreund aus den Zügen der Partie die Handynummer der Dame erkombinieren. Altmodisches höfliches Fragen wäre auch eine Option gewesen und die Chancen wohl ungleich größer!

 

Im B-Turnier gewann die Nummer 1 Alois Schwabeneder seine Partie, aber schon ab Brett 2 ging das Favoritensterben fröhlich weiter: Bumberger schlug Kainz und Gludovatz ebenso Heuschober.