Da waren’s nur mehr vier, sang die Krennwurzn schon gerne als Kind, aber in Aschach war die Vorgängerzahl der Maximalpunkter nicht 5 sondern 16. Nicht dass sich die Krennwurzn am Punkteverlust Anderer ergötzen würde und außerdem die Punkte gehen ja nicht verloren, sie gehören nur Anderen! Und da haben wir schon die nächste Schwachstelle der Krennwurzn aufgedeckt: sie freut sich unheimlich, wenn österreichische oder gar oberösterreichische Spieler stärkeren Gegnern Punkte entführen und so gesehen war für die Krennwurzn heute ein Feiertag, denn auf Brett 1 gelang FM Lukas Handler ein interessantes und umkämpftes Remis gegen die Nummer 1 GM Andrei Istratescu, der mit Turm, Springer und zwei Bauern gegen Dame mit zwei Bauern ankämpfen musste. Auf Brett 3 gelang dann FM Florian Schwabeneder gegen GM Jan Krejci ebenfalls ein Remis. Krennwurzn was willst Du mehr? Siege, Siege ...

Im B-Turnier setzte sich die erst 9-jährige Nummer 1 Marc Morgunov gegen den Vorjahressieger Christian Fugger durch und führt das Turnier vor vier weiteren Spielern mit 3 Punkten an. Zu diesen gehört auch Regina Heyne, die als Nummer 41 gegen die Nummer 9 Michael Kern gewonnen hat. Will denn da eine bayrische Königin gar Kaiserin von Aschach werden? Und wird dann Oberösterreich von der deutschen Autobahnmaut ausgenommen werden? Fragen über Fragen und keine Antworten - Sissy, Franzl ..

Im C-Turnier verhelfen möglicherweise die neuen großzügigen Platz- und Spielbedingungen den Favoriten zu besserem Durchsetzungsvermögen, denn erst auf Brett 8 konnte Siegfried Reininger (Nr.48) den routinierten Karlo Djumlija Karlo (Nr. 12) besiegen. Die Veranstalter haben damit gezeigt, dass ihr Credo "jeder Teilnehmer ist gleich wichtig" keine leere Floskel ist, sondern dass sie immer daran arbeiten für alle eine schönes, nettes Schachturnier bei Freuden auszurichten.

Zeitnot ist im Schach ja eine bekannte Plage und schon viele Dramen haben sich um und in dieser abgespielt, eine Premiere dürfte aber sein, dass ein Side Event eine Massenzeitnot auslöste, denn die Runde begann um 17 Uhr und schon nach fünf Stunden um 22 Uhr brach der Bus zur Disko Empire nach St. Martin auf und einige Teilnehmer mussten noch am Brett kämpfen, aber Busse sind trotz ihrer Größe nicht so unerbittlich wie die heruntertickende Zeit und gewähren auch mal eine Gnadenfrist. Leider musste sich IM Jevgenyij Boguszlavszkij aus gesundheitlichen Gründen vom Turnier verabschieden und die Krennwurzn kann nur hoffen, dass das Motto im Empire „Boote versenken XXL“ nicht zu einem dramatischen Spielerschwund im Turnier führen wird – also liebes Partyvolk nicht vergessen:  morgen Sonntag startet die Runde um 16 Uhr!