Am Spitzenbrett hatte GM Jozsef Horvath mit den schwarzen Steinen gute Aussichten seine weiße Weste zu behalten, aber dass sich das im Schach nicht immer im Ergebnis niederschlagen muss, zeigte die Nr. 1 des Turniers GM Andrei Istratescu unerbittlich auf und siegte im Konter. Damit kommt es morgen zum Duell der zwei einzigen Spieler mit 4,5 Punkten, wobei IM Jacek Stopa den Vorteil der weißen Steine sein eigen nennen kann. Eine Tragödie spielte sich am besten Österreicherbrett ab, IM Lehner stellte eine Figur und damit die Partie ein, aber als Trost bleibt der Punkt wenigstens im Land.

 

Im B-Turnier trennte sich das Spitzenbrett remis und so verbleiben zwei Spieler mit 4,5 Punkten und sechs mit 4 Punkten, sodass es heuer wohl einen harten Kampf um den Turniersieg und die Plätze geben wird. Allerdings ist in dieser Gruppe kein Top 5 Spieler mehr enthalten – morgen muss Sebastian Mesaros (Nr. 5 – 3,5) gegen Winfried Kuran (Nr. 39 – 4) antreten, der bisher ein äußerst gutes Turnier spielt – und wer die Krennwurzn kennt, der weiß, dass die immer dem nominell Schwächeren die Daumen ganz fest drückt!

Im C-Turnier sagt sich die junge Dame mit der Startnummer 8 „ob Schwarz, ob Weiß, ich liebe alle Punkte heiß“ und schnappt sich den Fünften in Folge. Damit hat sie geschafft was keinem Teilnehmer der anderen Turniere vergönnt war – immer noch eine blütenweiße Weste! Aber durch ist sie im Turnier noch nicht, denn morgen wartet ein Schachfreund mit nur einem halben Punkt Rückstand und dahinter laueren  4 mit 4.

Österreich hat zwar einen eigenen öffentlich-rechtlichen Sportkanal, aber Schach kann man dort leider nicht oder äußerst selten im Programm finden, umso schöner ist es, dass heute das Linzer Privatfernsehen LT1 (http://www.lt1.at) zu Gast in Aschach war und vom größten Turnier Österreichs 2014 berichtet. Die Krennwurzn kann allerdings nur hoffen, dass die Kameras bei der nun folgenden „Players Party“ abgeschaltet werden oder aber die schlimmsten Szene vom „XY Versenken XXL“ der Gnade der Zensur anheimfallen!