Die Players Party in der Vornacht war kein voller Erfolg – allerdings verbietet die Diskretion hier weitere Ausschweifungen, aber eines sei verraten: die Partieformulare der Spitzenbretter wurden allesamt falsch mit dem Blaupapier ausgestattet, so dass die Partien auf die Rückseite statt auf die extra eingelegten Blätter gedruckt wurden – eine sehr umwelt- und ressourcenschonende Methode, wenn man nicht über den 40. Zug hinaus spielen möchte.

Und da sind wir schon thematisch beim A-Turnier angelangt: Kurzremisen sind hier in Aschach an den Topbrettern vom Aussterben bedroht – der Kampf um die Preisgeldränge tobt bereits sehr heftig. Heute erstmals auf Brett 1 der Vorjahressieger GM Horvath gegen die Nummer 1 GM Maiorov – die Partie endete nach Kampf Remis. Das zweite GM Duell gewann die Nummer 2 GM Nevednichy gegen GM Stopa (Nr.7). Die Überraschung der Runde schaffte aber der junge Österreicher IM Peter Schreiner Peter gegen GM Nikola Sedlak, der Aschach schon zweimal gewinnen konnte. Ebenfalls eine Topleistung zeigt der junge Felix Blohberger (Nr.  95), der gegen den Lokalmatador Florian Schwabeneder ein Remis erreichte und mit 3/4 auf dem 13. Zwischenrang liegt.

Die Krennwurzn ist ergebnismäßig total außer Rand und Band, konnte sie doch heute in einer wilden Partie gegen eine WIM ein beiderseitig hart umkämpftes Remis halten. Wie lange die Formkrise anhält, kann man mit Sicherheit sagen: sicher nicht lange!

Im B-Turnier brachte auf Brett 1 Stefan Greussing die Nummer 1 Alois Schwabeneder in eine derart grausliche Stellung aus der sich dieser nur mehr mit einer Niederlage befreien konnte. Damit ist Stefan der einzige Spieler im B-Turnier mit einer weißen Weste – dahinter liegen die Dumancic Brüder und drei weitere Spieler mit einem halben Punkt Rückstand – Vorentscheidungen sind hier also auch noch keine gefallen.

Der junge Hörschinger Sebastian Bauer (Nr. 38) ist als einziger noch ungeschlagen im Turnier, denn auf Brett 1 wurden im Spitzenduell friedlich die Punkte geteilt. Aber durch ist er auch noch nicht, denn hinter ihm warten noch vier Schachfreunde mit einem halben Punkt Rückstand und der ist oftmals schnell aufgeholt. Insgesamt sind also nur mehr vier Spieler ohne Punkteverlust – zwei im A-Turnier und jeweils einer in B+C!