Am gestrigen Abend gab es als Side Event – oder als Hauptattraktion – eine Bierverkostung mit der Diplom Biersommelière Sylvia Schaller, die die Teilnehmer in die Welt der Biere einführte. Da es die Verkostungsbiere im 1/8 Liter Glas gab, war es nicht unvorhersehbar, dass einige nach der Veranstaltung im Turnierlokal noch ein wenig nachtanken mussten … und das kann auch mal länger dauern.

Kommen wir zum Sportlichen: todgesagte leben länger, ist ein wohlbekannter Spruch und so feierte auch das Kurzremis auf Brett 2 ein fulminantes Comeback, die GM Partie Horvath gegen Nevednichy dauerte nicht länger als die Krennwurzn braucht die Namen zu tippen. Davor und dahinter wurde hart gekämpft, so konnte sich Schreiner gegen Malorov mit 2 Minuten plus Aufschlag in ein Endspiel mit ungleichfarbigen Läufern und Minusbauern retten. Die Nummer 3 Sedlak riskierte zu viel und verlor mit den weißen Steinen gegen Shkapenko und dann startet eine ausgekämpfte Remisserie, bei der Chaissa manchem etwas zugelächelt haben muss. In dem Kampf um den Turniersieg und die Preisränge starten jeweils fünf Spieler mit 5 Punkten bzw. 4,5 Punkten. Aus eigener Kraft Turniersieger kann nur die Nummer 2 GM Vladislav Nevednichy mit den schwarzen Steinen gegen die Nummer 1 GM Nikita Maiorov werden und auch der junge Österreicher IM Peter Schreiner hätte ebenfalls mit einem Schwarzsieg gegen GM Jacek Stopa Chancen auf den Turniersieg. Es wird wohl ultraspannend morgen! 

 

Das Aufflackern der Krennwurznform dauerte nur eine Runde, denn einem unvorsichtigen Remisangebot folgte die Annahme desselben und schon waren alle Chancen futsch. Dass das Ziel eines Durchnullens bei gutem Willen – auch für stärkere Spieler wie die Krennwurzn – durchaus möglich ist, zeigt ein Blick ans Ende der Tabelle. Dort kam es zum Duell der Olympioniken und ein geschulter Blick erkannte bereits vor Partiegewinn, dass für das Sixpack nur einer in Frage kam. Und weil so viel von kleinen und großen Rocharden, Olympiaden und Sixpacks die Rede war, möchten ich auch erwähnen, dass sich unter anderem begeisterte BMW Fahrer beim Turnier einen Audi (0-0-0-0) angeschafft haben! Das Glück ist ein Vogerl, sagt der Wiener so gerne und auch beim Schach ist es nicht anders – wenn Chaissa nicht will …

Im B-Turnier hat sich Pero Dumancic mit seinem heutigen Sieg einen halben Punkt Vorsprung verschaffen und kann morgen mit den weißen Steinen alles klar machen, aber die Aufgabe wird nicht leicht, denn es wartet die Nummer 4 des Turniers Ante Juricevic. Bei einem Umfaller könnte die Nummer 12 Stefan Greussing allerdings mit den schwarzen Steinen gegen die Nummer 3 Gerhard Kranebitter noch zur Stelle sein und den Turniersieg einfahren. Neben diesen beiden lauern weitere acht Spieler mit 4,5 Punkten noch auf die Chance in die Preisgeldränge zu kommen.

Als letzter verlor heute Sebastian Bauer (Nummer 38) gegen Konrad Gruber (Nummer 19) auf Brett 1 des C-Turniers seine weiße Weste, da er erstmals in ein Remis einwilligen musste. Dennoch führt er immer noch alleine die Rangliste mit 5,5 Punkten und einem halben Punkt Vorsprung vor den Schachfreunden Gruber, Buchroither und Jahrke an – dahinter folgen vier weitere mit 4 Punkten. Die Entscheidung um den Turniersieg fällt in den Begegnungen Buchroither gegen Bauer und Jahrke gegen Gruber.